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Tag der Trinkhallen 2018 war ein voller Erfolg

Tag der Trinkhallen

© RTG/Sejk

Heute ha­ben tau­sende Be­su­cher und Be­su­che­rin­nen trotz be­wölk­tem Him­mel und klei­nen Schau­ern in der Me­tro­pole Ruhr er­neut den Tag der Trink­hal­len ge­fei­ert. Ne­ben den 50, von der Ruhr Tou­ris­mus GmbH (RTG) mit ei­nem Pro­gramm aus­ge­stat­te­ten Bu­den, nah­men knapp 150 wei­tere Trink­hal­len mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag teil. Rund 250 Künst­ler aus den fünf Pro­gramm­spar­ten Mu­sik, Klein­kunst, Fuß­ball, Film­bude und ge­mischte Tüte sorg­ten von 15 bis 22 Uhr für ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, das sich über das ge­samte Ruhr­ge­biet ver­teilte und den Fei­er­tag der Bu­den­kul­tur zu ei­nem un­ver­gess­li­chen Er­leb­nis machte.

Der Tag der Trink­hal­len war be­reits 2016 ein vol­ler Er­folg. In die­sem Jahr war die Re­so­nanz so­gar noch grö­ßer – nicht nur was die An­zahl der teil­neh­men­den Bu­den an­geht. Etwa 20.000 Be­su­cher und Be­su­che­rin­nen fei­er­ten den Tag der Trink­hal­len 2018.

Neu da­bei wa­ren in die­sem Jahr die Spar­ten Film­bude und Fuß­ball. An den zur Sparte Film­bude ge­hö­ren­den Pro­gramm­bu­den zeigte In­ter­kul­tur Ruhr Fa­mi­li­en­filme der 1940er bis 1990er Jahre im Schmal­film­for­mat, ein­ge­reicht von Bür­gern und Bür­ge­rin­nen der Me­tro­pole Ruhr. Am K(uh)iosk in Bot­trop stan­den etwa selbst­ge­machte Spiel­filme auf dem Pro­gramm. Von Slap­stick bis Sci­ence Fic­tion war al­les da­bei. Den pas­sen­den Sound­track lie­ferte un­ter an­de­rem Jan Arlt, der meh­rere Filme live mit Kla­vier und Syn­the­si­zer ver­tonte. Die Fuß­ball-Bu­den wa­ren be­son­ders gut be­sucht: Zahl­rei­che Fuß­ball­fans sa­hen sich das kleinste Fuß­ball­mu­seum der Welt am Berg­mann Ki­osk in Dort­mund an oder tes­te­ten ihr Wis­sen beim 11 FREUNDE-Ki­osk­quiz am Sport­treff in Es­sen.

Ein be­son­de­res High­light aus der Sparte Klein­kunst gab es am Eh­ren­fel­der Fei­er­abend­la­den in Bo­chum. Dort tra­ten in der Kö­nigs­dis­zi­plin des Poe­try Slams – dem Dead or Alive Slam – Poe­try-Slam­mer und Slam­me­rin­nen ge­gen Schau­spie­ler und Schau­spie­le­rin­nen an, die Grö­ßen der Welt­li­te­ra­tur ver­kör­per­ten. Am Ki­osk & Steh­café in Mül­heim wurde man nicht nur an seine Kind­heit „anne Bude“ er­in­nert, son­dern auch an wilde Vi­deo­spiel­abende im Wohn­zim­mer. Hier knack­ten Vi­deo­spiel­freunde den High­score im Te­tris oder lie­fer­ten sich ra­sante Ren­nen bei ei­ner Runde Ma­rio Kart. An El­kes Büd­chen in Herne be­rei­te­ten Ma­ma­dou Ca­mara und seine Band Fa­tala Fo­li­kan den Bu­den­fans mit tra­di­tio­nel­ler west­afri­ka­ni­scher Mu­sik aku­tes Fern­weh und hol­ten Men­schen ver­schie­dens­ter Na­tio­nen auf die Tanz­flä­che. Beim Tag der Trink­hal­len ka­men alle zu­sam­men. Dazu trug auch das of­fi­zi­elle Trink­hal­len-Quar­tett bei. An al­len teil­neh­men­den Bu­den gab es Quar­tett­kar­ten, die ge­sam­melt und ge­tauscht wer­den konn­ten. So ka­men die Leute ins Ge­spräch. „Wir woll­ten mit dem Tag der Trink­hal­len nicht nur die Ge­schichte der Bu­den­kul­tur und die en­ga­gier­ten Bu­den­be­sit­zer und Be­sit­ze­rin­nen in der Me­tro­pole Ruhr fei­ern, son­dern vor al­lem den so­zia­len, iden­ti­täts­stif­ten­den As­pekt der Trink­hal­len in der Re­gion her­vor­he­ben“, er­klärte Axel Bier­mann, Ge­schäfts­füh­rer der RTG. „Die Trink­hal­len sind im Ruhr­ge­biet so et­was wie die Dorf­plätze in den je­wei­li­gen Vier­teln und ha­ben so­mit eine ein­ma­lige so­ziale Funk­tion. Am Tag der Trink­hal­len ka­men ver­schie­dene Ge­nera­tio­nen, Kul­tu­ren und Ge­sell­schafts­schich­ten zu­sam­men. Das machte den Tag der Trink­hal­len 2018 für mich zu et­was ganz Be­son­de­rem.“

Bei dem um­fang­rei­chen Pro­gramm lohnte es sich na­tür­lich, mehr als nur eine Bude zu be­su­chen. Viele Trink­hal­len­fans wa­ren des­halb trotz des durch­wach­se­nen Wet­ters mit dem Rad un­ter­wegs, um die Fülle und Viel­falt des Pro­gramms an ver­schie­de­nen Bu­den zu er­le­ben. Schon 2016 wa­ren viele Be­su­cher und Be­su­che­rin­nen mit dem Rad auf Bu­den­tour. Des­halb hat die RTG für den dies­jäh­ri­gen Tag der Trink­hal­len spe­zi­elle Rou­ten ent­wi­ckelt. Der All­ge­meine Deut­sche Fahr­rad­club (ADFC) bot dar­über hin­aus sechs ei­gene, ge­führte Rad­tou­ren an.

Doch nicht nur Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner der Me­tro­pole Ruhr fei­er­ten heute den Tag der Trink­hal­len: aus ganz Deutsch­land reis­ten Leute an, um die Bu­den­kul­tur im Ruhr­ge­biet zu er­le­ben und zu fei­ern. Gäste ka­men un­ter an­de­rem aus Ham­burg, Bay­ern und Frank­furt am Main.

Ge­för­dert wurde der Tag der Trink­hal­len durch den Re­gio­nal­ver­band Ruhr (RVR) und das Mi­nis­te­rium für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len.

Quelle: Ruhr Tourismus GmbH

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